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Sonntag, 10. August 2014

Von Kiel nach Kalifornien in 4 Stunden

Hallo, meine Lieben,

ich freu mich, dass euch der erste Teil unsrer Tour so gut gefallen hat, dass ihr auch dies Mal wieder dabei seid!


Ja, von Kiel nach Kalifornien in 3 Stunden, das geht wirklich! Aber dazu erst gleich, ganz so weit sind wir noch nicht!
Die Nacht in der Alten Fischereischule war malerisch und am nächsten Morgen brechen wir auf Richtung Kiel.


 Heute Morgen habe ich eine kleine Diskussion mit Herrn A. (meinem Allerwertesten)


Als wir aus dem Hotel kommen und Herr A. die Räder davor stehen sieht, schreit er empört auf: "Boah ey, nee, das is' jetz' nich' dein Ernst! Nich' schon wieder Fahrrad!! Ich will'n Sofa!"
Ich, ganz cool, weil ich weiß, dass Herr A. gerne am dritten oder vierten Tag mal rumzickt: "Nix da, Sofa is' im Winter!, jetz' is' Fahrrad!"
Herr A., bockig: "Boah ey, nee, Mensch, ich hab' kein' Bock, man!"
Ich: "Klappe halten, trampeln!"
Herr A., giftig und böse guckend: "Das kanns'e ja mal probieren, ich weiß schon, wie ich dir weh tun kann!"
Ich, Teenager-Kinder-erfahren ignoriere seine letzte Bemerkung einfach und fahre los.
Herr A. meckert und nörgelt und motzt, hat aber kapiert: HIER bin ICH der CHEF!
Die heutige Tour verspricht sehr schön zu werden, selten ist eine Strecke so abwechslungsreich wie hier.


Angefangen von den kuriosen Schildern, die uns unterwegs so begegnen... (Sommerloch-Füller unseres Verkehrsministers????)
Unser Weg führt mal direkt zwischen Meer und Straße entlang,  über Campingplätze, durch Wiesen, Felder, Wald und kleine schnuckelige Ortschaften und eben immer wieder am Wasser entlang. 












Am Bülker Leuchtturm machen wir Kaffeepause, die Küste ist hier unglaublich idyllisch und geradeaus blicken wir auf Kiel und die Kieler Bucht, da wollen wir heute noch hin.





In Strande kommen wir am Olympiazentrum, heute Wassersport-Leistungszentrum vorbei.
Auf meinen Wunsch hin klettern wir auf den Deich und fahren dort oben weiter, es ist windig, steinig und schön!, - bis wir an ein Bundeswehr-Marine-Sperrgebiet kommen...







Also die komplette Strecke zurück radeln, denn hier gehts definitv nicht weiter. Macht aber nichts, wie heißt es so schön: Jeder Gang macht schlank.
Auch Herr A. hält die Klappe. ;-)
An der alten Schleuße in Kiel setzen wir mit einer kleinen Fähre über den Nord-Ostsee-Kanal und radeln immer am Hafen entlang nach Kiel rein.








Ein Seerobbenbecken direkt an der "Promenade" am Hafen, sooo süß!!!!!!!!!!
Kiel-Großstadt-Touristenstadt-Stadt der jährlichen Segelregatta- könnt ihr euch vorstellen, dass wir am Abend länger als 1 Stunde gesucht haben, bis wir ein Restaurant gefunden haben, in dem wir etwas essen können??? Nicht, dass wir etwas Besonderes gesucht hätten, aber hier gabs definitv nur Cafes und Cocktailbars! Wir waren, glaub ich, definitiv im falschen Stadtteil!!!! ;-)
Am nächsten Morgen stehe ich aus Versehen eine Stunde zu früh auf ;-) (ausgeruht Alters-schlecht-sichtig wie ich bin, konnte ich die Uhrzeit auf dem Wecker nicht richtig entziffern...) und deswegen sitzen wir um 8.20 Uhr schon im Sattel!


9 km später haben wir endlich den Höllenlärm von Kiel hinter uns gelassen und statt des nervenzerfetzenden und bei mir stressauslösenden Donnern der LKW's und PKW's rechts und links neben mir, untermalt vom schrillen Gellen der Notarztsirene vernehmen meine Ohren endlich wieder den sanften Klang der Wellen, das Rauschen des Windes und das Glücksgefühl auslösende Schreien der Möwen. Hier gehts mir wieder gut!










Kurz vor Laboe stehen wir vor dieser Treppe. 



An die erinnern wir uns noch gut, darüber mussten wir schon unsere Fahrräder wuchten, als wir mit unseren Kindern hier Urlaub gemacht haben.
Zwei schwer bepackte Radler stehen ebenfalls davor und fragen uns ziemlich entsetzt, ob man mit den Rädern tatsächlich hier rüber muss. Wir bejahen das und sie buckeln im Schweiße ihres Angesichts ihre schweren Räder dort hinüber...
Wir machen Trink-und Fotopause und weil's dem Alleskönner zu lange dauert, bis ich fertig bin, "stromert" er ein bisschen herum.... - und enteckt, dass es inzwischen auch einen Weg um die Treppe herum gibt :-)) Tja, dumm gelaufen :-)) für die Radler vor uns!
Bei Stein entdecken wir einen wunderschönen riesigen endlosen Strand mit Sand, Dünengras und vielen Sandbänken im Wasser.







Die Sandbänke sind "bewohnt",  "gg", wie wir sehen. Die Urlauber an diesem Strand richten sich auf diesen Sandbänken für den jeweiligen Tag häuslich ein.




In den Dünen stehen ganz vereinzelt immer mal wieder einzelne Strandkörbe.
Wer die Ruhe und Einsamkeit sucht, der findet sie hier auf jeden Fall!
Wunderschön! Uns gefällt es hier!
Ja, und dann ist es nur noch ein Katzensprung und wir sind da!
In Kalifornien!






Ein 2 km langer wunderschöner Strandabschnitt bei Schönberg wurde hier auf den Namen Kalifornien getauft, weil ein Fischer am Strand eine alte Holzplanke fand, die den Aufdruck "California" trug.
Hier ist es unbeschreiblich schön!








Immer wieder Strandübergänge, Sand, Dünengras und rosa Blumen vor blauem Himmel, paradiesisch!







In meiner Seele ist eine stille tiefe Dankbarkeit, dass ich das mit dem Alleskönner zusammen erleben darf! Keine Selbstverständlichkeit!
Direkt nach Kalifornien kommt übrigens Brasilien, ebenfalls ein 2 km langer Strandabschnitt. 


Woher dieser Name stammt, habe ich bisher allerings noch nicht erfahren können. Vielleicht weiß das ja jemand von euch!?!
Wunderschöne Häuschen in dem schnuckeligen  Satjendorf !


Ein traumhafter verschlungener Weg zwischen Behrensdorf und Lippe. Ich weiß kaum, wohin ich zuerst schauen soll!!!!!



Nachtquartier in Hohwacht, hier werde ich so dermaßen von Mücken geplagt, dass es mir schwer fällt, es hier noch schön zu finden! :-( Nachts muss ich deshalb das Fenster geschlossen halten, im Zimmer sind mindestens 400 Grad!!! :-))
Am nächsten Morgen, beim Blick auf die Hohwachter Bucht im Glanz der Morgensonne ist alles wieder gut! :-)


Der heutige Nachmittag könnte auch unter der Überschrift: Wie fahren wir am besten in die Irre? stehen. ;-) 
Weil wir ja so gerne direkt an der Küste entlangfahren und uns dafür gerne unseren eigenen Weg suchen und bisher ja auch immer erfolgreich damit waren... versuchen wir das heute auch wieder. 
Hinter Neu-Teschendorf radeln wir ca. 2 km nur bergab, kommen auch tatsächlich an die Steilküste und freuen uns schon auf eine grandiose Aussicht. 























Äh jaaaaa..... Nach wenigen Metern an der Steilküste entlang wird der Weg immer schmaler, das Dickicht immer dicker, die Sandspur immer tiefer... und schließlich stehen wir vor undurchdringlichem Dornengestrüpp, also hier kann man definitv nicht weiter fahren!!!



Gefühlte 1 Stunde und 3 bergauf geschobene Kilometer später :-)) stehen wir wieder da, wo wir abgebogen sind! Cool!


Aber da wir ja im Urlaub und nicht auf der Flucht sind, kann das unsere Stimmung kaum beeinträchtigen.
2 Kilometer später haben wir wieder die Chance auf Steilküste und grandiose Aussicht. Wir wagen es erneut.
Jaaaa gut, dies Mal dauerte es ein bisschen länger als beim ersten Mal, bis der Weg so unwegsam wurde, dass es eigentlich kein Weg mehr war "gg" und ich habe ein echtes "deja-vu", als ich zum zweiten Mal an diesem Tag mein Fahrrad über eine weite Strecke schiebe! ;-)


Die letzten Kilometer bis nach Großenbrode ist es mir dann allerdings doch vergönnt, wieder fahren zu können, - morgen suchen wir uns auf jeden Fall wieder eine Strecke direkt am Wasser entlang! "gg" 
(Wenn ihr Lust habt, auch den letzten Teil der Tour mitzuerleben, schaut halt wieder rein!)



Erheiterte Grüße schickt euch für heute

                                                                         eure     Sabine

Kommentare:

  1. Liebe Sabine,
    als ich "Dornengestrüpp" las, dachte ich: Wo? Bei uns heißen diese Sträucher mit eben diesen Beeren "Kräutlein-wart'-ein-bisschen" (weil einen das Zeugs so gerne festhalten will)). Im Zuge des Waldumbaus gibt es an manchen Stellen schon mehr solch Dornengestrüpp als Waldbäume.

    Vielleicht sollte ich mal 'ehrliche' Bilder von unseren häufigen Waldspaziergängen zeigen. ;-)

    Ansonsten war es wieder wunderschön, deinen Urlaubserinnerungen zu folgen!
    (Hat Herr A. denn seine Bockigkeit aufgegeben?)

    Liebe Grüße von elsie

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  2. mei da habts aber ah laaaaange
    STRECKE gradlt DU und die MOTZKUGL,,,,

    tolle AUFNAHMEN...
    mei do erinner i mi an mein
    RADL AUSFLUG::
    I SOG lei POPO:AUAAAAAAA
    sooo wird ma nomal de scheeena BUIDLN anschaun
    HOB no ah feine WOCHE
    und DANKE für de LIABEN WORTE
    bei mir BUSSALE bis bald de BIRGIT

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  3. Liebe Sabine,
    das sind ja bezaubernde Bilder.
    Und nun rate mal, wo wir gerade Urlaub machen....
    Am Schönberger Strand, gleich neben Kalifornien.
    Ich wünscheEuch noch eine bezaubernde Urlaubszeit....
    Lieben Gruß,
    Sandra

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  4. Ich musste lachen, als ich von den Bockigkeiten des Herrn A. las....herrlich geschrieben, liebe Sabine. Überhaupt ist es sehr interessant, euer Tour virtuell zu folgen....mit so unglaublich tollen Fotos....ich freu mich auf den nächsten Teil.

    Hab einen schönen Tag.....ggggvlG, Ulrike

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  5. Moin, liebe Sabine!

    Hach, bist Du schon wieder weg von unserer schönen Kieler Förde? Dann habt Ihr - Karlifornien hin oder her - leider echt was verpasst: Wir haben hier mehrere wunderschöne, historische Seebadeanstalten von denen aus man direkt in der Förde baden kann - mit etwas Glück fährt dann gerade die Gorch Fock vorbei oder eine Aida ...

    Ja, Fahrradurlaub macht Spaß, auch wenn der Schweinehund (der innere, nicht der Ehemann ;-)) mal mault. Wir waren gerade 4 Tage in Nordbayern unterwegs.

    Viel Spaß noch bei uns in Schleswig-Holstein!
    Alles Liebe, Margot

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  6. Meine liebe Sabine, ich geb's zu - gelesen habe ich noch nicht alles, aber die Bilder beguckt (gelesen wird noch).
    Ich möchte dir nur mal sagen, dass mir dein Ferienbericht gut gefällt. Ihr seid einfach toll.
    Danke dir!!! Und nun geh' ich nach und nach lesen ...
    Lass dich drücken! <3lichst, Gisa

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  7. hallo liebe sabine
    bitte meld dich doch mal bei mir ☺ zwecks adventkalender
    ale-xa@gmx.de

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